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Kommentar Gymnasium Saar 02/2015, Dr. Marcus Hahn, Vorsitzender

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

man sagt uns Philologen eine gewisse Affinität zu Texten nach. Ich finde das nicht schlimm, selbst wenn sich dahinter ein wohlwollender Spott verbirgt. Texte können nämlich die Zukunft gestalten. Zum Beispiel die neue Satzung, die wir dem Verband bei der Delegiertenversammlung am 18. März gegeben haben. Dieser Text legt immerhin die Strukturen unserer Verbandsarbeit fest und hilft uns dabei, unsere Arbeit noch wirkungsvoller und effizienter zu gestalten. Auch die am 28. März ausgehandelte Tarifeinigung für die Beschäftigten der Länder ist zunächst einfach nur ein Text. Tatsächlich stellt sie aber mit der durchschnittlichen Tariferhöhung von 4,61 Prozent über zwei Jahre sicher, dass die tarifbeschäftigten Lehrkräfte mit der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung Schritt halten; das finden wir richtig, nur fehlt eben noch der Text, der dieses Ergebnis auch auf die Beamten überträgt. Bedauerlicherweise sind nicht alle Texte, mit denen wir es in der Verbandsarbeit zu tun bekommen, von solcher Qualität. Es gibt auch Texte, die mehr über ihre Autoren verraten als über den Gegenstand, den sie zu behandeln vorgeben. Schließlich gibt es auch Texte, die so grottenschlecht sind, dass man ihnen nur noch mit Humor begegnen kann. Über alle diese Sorten von Texten informiert Gymnasium Saar in dieser Ausgabe – und selbstverständlich noch über einiges mehr.
In den Wochen nach Erscheinen dieser Ausgabe werden zwei weitere Themen in Textform kommen. Erstens die achtjährige Arbeit unserer Abiturienten und ihrer Lehrerinnen und Lehrer, die sich in den schriftlichen Abiturprüfungen konkretisieren wird. Wie jedes Jahr wird das den meisten von uns an Korrekturarbeit abverlangen. Das wird auch nicht ohne Ärger abgehen, genauso wie schon das Abitur des nächsten Jahres einiges an Irritationen verursacht.
Das zweite Thema könnte die Frage nach einem Förderkonzept für die Gymnasien sein, das auf die speziellen Bedürfnisse und Potenziale unserer Schulform und ihrer Schüler zugeschnitten ist. Ob wir mit dem, was da am Ende steht, genauso zufrieden sein können wie mit den Ergebnissen unserer Abiturienten? Wir im SPhV jedenfalls werden das Unsrige dazu beitragen. Bei aller Textverliebtheit sei eines zugegeben: Die womöglich einzige rundum positive Nachricht dieser Ausgabe von Gymnasium Saar findet sich in einem Foto: Ariane Klaes, unsere Referendarbetreuerin, ist zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden der „Jungen Philologen“ gewählt worden. Dazu sagen wir: Herzlichen Glückwunsch!

Ihr
Dr. Marcus Hahn
Vorsitzender