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Pressemitteilung vom 16.10.2018
Aus Anlass des Innovationskongresses der CDU-Landtagsfraktion am 16. Oktober fordert der Saarländischen Philologenverband (SPhV) ein entschlosseneres Handeln der Schulpolitik im Bereich der Digitalisierung. „Selbstverständlich muss auch weiterhin jede Lehrerin und jeder Lehrer entscheiden, wie ein sachgerechter und verantwortungsvoller Umgang mit elektronischen Medien in der Schule konkret aussieht. Gerade deshalb steht die Schulpolitik in der Verantwortung, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Chancen und Möglichkeiten, welche die Digitalisierung bringt, an den Schulen auch wirklich genutzt werden können“, so Marcus Hahn, der Vorsitzende des SPhV. Nach Ansicht des SPhV darf die Schulpolitik nicht bei der Internet-Anbindung der Schulen stehenbleiben. „Bildung im Kontext der Digitalisierung ist online, Bildung im Saarland dagegen viel zu oft offline. Selbstverständlich brauchen alle Schülerinnen und Schüler für ihren Bildungsgang und ihre Altersstufe geeignete Endgeräte, genauso wie sie heute schon über geeignete Schulbücher verfügen. Und genauso selbstverständlich braucht jede Lehrerin und jeder Lehrer ein Dienstgerät, mit dem sie oder er die schulischen Aufgaben erfüllen kann“, so Marcus Hahn weiter. Aus Sicht des SPhV setzt sich das Trauerspiel bei der Umsetzung des Digitalpaktes auf Bundesebene im Land bei der Beschaffung und Wartung der notwendigen Endgeräte fort. „Bei der Beschaffung von digitalen Endgeräten für Schüler und Lehrer verzettelt sich die Schulpolitik im Klein-Klein, versteckt sich hinter Zuständigkeitsfragen und hinter der „Autonomie der Schulen“, die in diesem Bereich in Wirklichkeit gar keine ist“, so Marcus Hahn. Deshalb fordert der SPhV eine landesweite Beschaffungs- und Wartungsplattform für digitale Endgeräte, auf der Lehrende und Lernende aus zertifizierten und standardisierten Produkten die für ihre Aufgaben sinnvollen Geräte und Programme auswählen können. Die Frage der Ausstattung aller Beteiligten mit digitalen Endgeräten ist aus Sicht des SPhV auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Es ist schlichtweg nicht länger hinnehmbar, dass die Chancen der Schülerinnen und Schüler auf Teilhabe an Bildung im Kontext der Digitalisierung sich nach der Findigkeit und nach der Finanzkraft ihrer Eltern bemessen. Eine Schulpolitik, welche die Frage nach der Ausstattung der Schüler/innen und Lehrer/innen mit digitalen Endgeräten ignoriert, wird mittelfristig ein analoges Proletariat schaffen“, resümierte Marcus Hahn die Position seines Verbandes.
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