Der Saarländische Philologenverband sorgt dafür, dass Sie auf dem Laufenden bleiben.
Informieren Sie sich über aktuelle Themen in der saarländischen Bildungslandschaft und über die Positionen unseres Verbandes.

Ihre Meinung ist uns wichtig. Schreiben Sie uns unter geschaeftsstelle@phv-saar.de !

Pressemitteilung vom 7. November 2015

„Wir stehen weiterhin für eine geordnete und umfassende Integration der Menschen, die zu uns kommen und um Schutz ersuchen,“ so Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands.
Eine „Panikmache durch das Schüren bestimmter Ängste“ hingegen sei absolut kontraproduktiv und der saarländische Philologenverband distanziere sich daher,- wie auch schon der deutsche Philologenverband- im Namen aller Kolleginnen und Kollegen von den diesbezüglichen Äußerungen des Vorsitzenden des Philologenverbandes in Sachsen-Anhalt.
In seiner Mitgliederzeitung hatte dieser Verband einen Text, unterzeichnet von Verbandschef Jürgen Mannke und seiner Stellvertreterin Iris Seltmann-Kuke, veröffentlicht, in dem er Aufklärung fordert, damit sich Mädchen nicht „auf ein oberflächliches sexuelles Abenteuer mit sicher oft attraktiven muslimischen Männern einlassen“. Dabei stellt er muslimische Männer grundsätzlich als Risiko dar, weshalb sich die "verantwortungsvollen Pädagogen" des Verbandes nun fragen müssten, wie man Mädchen ab zwölf Jahren vor Sex mit ihnen warnen könne.
Hauptaufgabe der Politik, so Hahn weiter, bleibt, dafür zu sorgen, dass die neu zu uns kommenden Menschen möglichst schnell Deutsch lernen können, dass sie zweitens berufliche Qualifikationen erhalten können, die ihre Integration in die Zivilgesellschaft ermöglichen und dass man drittens überlegt, wie speziell die Kinder etwas zu einem gelungenen Miteinander der Menschen unterschiedlicher Kulturen beitragen können.

 

Pressemitteilung vom 21. Juli 2015

Die Sommerferien sind für Schülerinnen und Schüler eine wichtige Phase der Erholung – und sollten daher auch so genutzt werden. Darauf weist der Saarländische Philologenverband hin. Wenigstens drei Wochen echte Erholung sollten auch den Jugendlichen im Sommer zur Verfügung stehen. Frühestens zwei Wochen vor dem neuen Schuljahr ist der richtige Zeitpunkt, um langsam wieder mit der Gewöhnung an die Schule zu beginnen. Dazu können beispielsweise kurze Vokabelwiederholungen, Mathematikaufgaben oder auch kleine Schreibübungen dienen.
„Die Sommerferien sollten für Schüler und Eltern eine sorgenfreie Zeit sein, die in erster Linie von Erlebnissen mit Freunden und mit der Familie geprägt ist,“ so Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands.
Eine „sorgenvolle Zeit“ hingegen stellen die diesjährigen Schulferien für viele Junglehrerinnen und -lehrer dar. Aufgrund der in manchen Bundesländern dramatisch verschlechterten Einstellungssituation und aufgrund der sinkenden Einstellungszahlen im Saarland stehen in diesem Jahr viele Lehramtsbewerber noch ohne Stelle da. „An saarländischen Gymnasien gibt es schätzungsweise mehr als zehnmal so viele Bewerber wie verfügbare Stellen“, schildert der saarländische Philologenverband die Situation.  „Es ist eine bittere Erfahrung für die jungen Kolleginnen und Kollegen, die nach jahrelangem Studium und Vorbereitungsdienst nun mit leeren Händen dastehen“, so der Philologenverband weiter. Auch für die Schulen ist das ein Problem, stellen doch gerade die im Saarland selbst hervorragend ausgebildeten Junglehrer mit ihren frischen Ideen eine große Bereicherung für die Kollegien dar.

Pressemitteilung vom 12. Juni 2015

Der Saarländische Philologenverband ruft alle Beteiligten dazu auf, bei der Diskussion über die Arbeitsbelastung der Lehrkräfte den Weg der Vernunft zu beschreiten.
„Die ständige Wiederholung der Argumente und das ewige Abwiegeln der Politik führt uns keinen Schritt weiter“, bemängelt Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands. Nach Auffassung des Philologenverbands hat das Oberverwaltungsgericht in Niedersachsen einen schnurgeraden Weg zur Lösung des Problems aufgezeigt. Das Gericht verlangt vom dortigen Bildungsminister eine objektive empirische Untersuchung der tatsächlichen Arbeitsbelastung der Lehrkräfte, die insbesondere die außerunterrichtlichen Verpflichtungen durch Vor- und Nachbereitung von Unterricht, Korrekturtätigkeiten, Konferenzen, Elterngespräche, Klassenfahrten und anderes einbezieht.
„Angesichts der hohen Beträge, die das Land in anderen Bereichen für externe Beratung und für Gutachten ausgibt, ist es völlig unverständlich, dass eine solide Arbeitszeituntersuchung nicht auch bei uns im Saarland durchgeführt wird – es sei denn, die Verantwortlichen fürchten sich vor den absehbaren Ergebnissen“, so Marcus Hahn weiter.
Der Saarländische Philologenverband tritt seit Jahren bereits für eine Absenkung der Pflichtstundenzahl ein.

 

Pressemitteilung vom 29. Mai 2015

Der Saarländische Philologenverband spricht sich für ein Förderkonzept aus, bei dem die Bedürfnisse der Schüler erkennbar an erster Stelle stehen. „Eine sinnvolle Förderung an Gymnasien“, so Marcus Hahn, der Vorsitzende des Philologenverbandes, „muss an den Stärken der Schüler ansetzen – und nicht bei vermeintlichen Defiziten von Lehrern“.
Die Herausforderung des gymnasialen Bildungsgangs besteht darin, die individuellen Begabungen und Interessen der Schüler als wertvolle Potenziale zu begreifen, die es für das schulische Lernen nutzbar zu machen gilt. Genau das leisten die Lehrkräfte an den saarländischen Gymnasien jetzt bereits durch eine Vielzahl von Fördermaßnahmen wie z.B. die Teilnahme an Wettbewerben, das Angebot von Arbeitsgemeinschaften oder durch die Einbindung von Schülerlabors und anderen außerschulischer Lernorten.
Hilfreich wäre aus Sicht des Philologenverbands ein praktischer Beitrag des Bildungsministeriums zur Verstetigung und Vernetzung dieser Förderansätze innerhalb der Schulen und der individuellen Bildungsbiographien der Schüler gewesen.
„Selbstverständlich würden solche Maßnahmen zusätzliche Kosten verursachen. Aber wenn Fördern am Gymnasium ernst gemeint sein soll, müssen die dafür eingesetzten Lehrerstunden auch tatsächlich den Schülern zugute kommen. Die notwendige Entlastung der Lehrkräfte für die Erstellung von Unterrichtsmaterialien oder zur Erarbeitung von Konzepten muss zusätzlich gewährt werden“, so Marcus Hahn weiter.
Eine klare Absage erteilt der Philologenverband der sich ausbreitenden methodischen Monokultur an Schulen. Die Vielfalt von Unterrichtskonzepten zusammen mit der guten fachlichen Ausbildung der Kolleginnen und Kollegen bilden die wesentlichen Voraussetzungen für den Erfolg individueller Förderung. Zu dieser Vielfalt gehören sicherlich auch Formen selbstorganisierten Lernens, sogenanntes SOL, allerdings muss die Auswahl der geeigneten Unterrichtsmethode stets in der Verantwortung der unterrichtenden Lehrkraft bleiben. Die Hoffnung, durch flächendeckenden Einsatz von SOL alle Probleme lösen zu können, hat sich als Illusion erwiesen.
„Gerade potenzialorientierte Förderung kann nur gelingen, wenn Schulen und Lehrkräfte sich mehr zutrauen als nur die unterrichtliche „Lernbegleitung" ihrer Schüler. Schüler und ihre Eltern haben ein Recht darauf, dass die Lehrkräfte ihre aktive Rolle bei der Erziehung und der Vermittlung von Fachwissen ernst nehmen“, resümiert Marcus Hahn die Position seines Verbandes.

Pressemitteilung vom 28. Mai 2015

Als "sinnvolle Investition zur Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels in der Schule" bezeichnete Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbandes, die geplante Einführung des Ethik-Unterrichts ab Klassenstufe 5. Bei der Anhörung im Saarländischen Landtag zur Änderung des Schulordnungsgesetzes hob der Philologenverband positiv hervor, dass mit dem geplanten Gesetz die Voraussetzungen für eine hochwertige Ergänzung des konfessionellen Religionsunterrichts geschaffen werden. "Die Bedeutung der Arbeit der Lehrkräfte in den Fächern Religion und Ethik kann angesichts des gesellschaftlichen Wandels kaum überschätzt werden", so Marcus Hahn weiter. Daher ist auch die Errichtung eines eigenen Studiengangs im Fach Ethik für den Philologenverband nur eine logische Konsequenz des jetzt eingeschlagenen Weges.
Ausdrücklich warnt der Philologenverband jedoch vor einer Dramatisierung der Kosten für das neue Unterrichtsangebot: "Zweifellos wird der zusätzliche Ethik-Unterricht auch zusätzliche Mittel erfordern, genauso wie die Erarbeitung der entsprechenden Lehrpläne und auch die Errichtung von Ausbildungsstrukturen für die Ethik-Lehrkräfte. Das sind aber notwendige Investitionen, die eine Gesellschaft im Wandel eben aufbringen muss, wenn sie eine friedliche Zukunft will."

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen