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Pressemitteilung vom 8. April 2014

"Die Verschiebung der Inklusion an weiterführenden Schulen war der richtige Schritt. Gerade nach den Erfahrungen mit bildungspolitischen Schnellschüssen der Vergangenheit sind viele Lehrkräfte erleichtert über diese Entscheidung des Bildungsministers Commercon", kommentierte Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands, die jüngsten Wortmeldungen zur Umsetzung der Inklusion im Saarland.
Zufrieden zeigte sich der Philologenverband damit, dass sich in der Debatte über die Inklusion zunehmend die Erkenntnis durchsetzt, dass eine "Inklusion um jeden Preis" nicht im Sinne der Betroffenen ist.
Es sei ein auf den ersten Blick erstaunlicher, aber begrüßenswerter Schritt, wenn der Ex-Bildungsminister von den Grünen verlautbart, dass der besondere Bildungsauftrag des Gymnasiums einen besonders sensiblen Umgang mit dem Thema Inklusion erfordert, so der Philologenverband.
"Die Lehrkräfte an Gymnasien stehen zu ihrer Verantwortung für die Inklusion; es ist nötig und richtig, dass sie dabei darauf vertrauen können, dass die Politik nicht mehr von ihnen verlangt, als sie zu leisten vermögen", so Marcus Hahn weiter.

Pressemitteilung vom 21. März 2014

Initiative des Bildungsministeriums unterstreicht hohe Bedeutung von Ziffernnoten
Mit Unverständnis reagierte der Saarländische Philologenverband (SPhV) auf die Pläne des Bildungsministeriums, in der Unter- und Mittelstufe der Gymnasien die bewährte Notenskala durch das 15-Punkte-System zu ersetzen.
Ein großer konkreter Nutzen dieser Veränderung ist aus Sicht des Verbandes nicht zu erwarten, wohl aber verursacht der Vorstoß einiges an bürokratischem Aufwand und Kosten. Neben den einschlägigen Vorschriften müssen eigens für diese Maßnahme eine Reihe von Formularen in den Schulen neu gestaltet werden und auch die von den Schulen eingesetzte Software muss umgestellt werden. „Dafür geben wir Klaus Kessler eine Zwei in Mitarbeit, Ulrich Commerçon aber nur eine Drei in Verhalten”, spöttelte Marcus Hahn, der Vorsitzende des SPhV.
Positiv bewertet der SPhV dagegen, dass sich bei SPD und Grünen anscheinend die Einsicht durchgesetzt hat, dass Ziffernnoten eine große Bedeutung für die Information und die Orientierung von Eltern und Schülern zukommt. „Man muss sich aber doch fragen”, so Marcus Hahn weiter, „ob das Bildungsministerium angesichts der drängenden Probleme wie z.B. der Umsetzung der Inklusion oder den schwierigen Finanzierungsproblemen im Bildungsbereich wirklich nichts Dringenderes zu tun hat”.

 

Pressemitteilung vom 25. Januar 2014

„Wir im Philologenverband sind froh, dass die Benachteiligung von Behinderten im Schulsystem der Vergangenheit angehört. Deshalb gilt: Wenn jetzt die Inklusion eingeführt wird, muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die bereits erzielten Erfolge nicht ausgerechnet dadurch aufs Spiel gesetzt werden”, fasst Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands (SPhV), die Diskussion in seinem Verband über die Neufassung schulrechtlicher Gesetze zusammen.
Aus Sicht des SPhV beinhaltet der Gesetzentwurf schon in der gegenwärtigen Fassung eine Reihe guter Ansätze, so beispielsweise das gestufte Vorgehen bei der Einführung von Inklusion und die Erhaltung der Förderschulen mit ihrer unverzichtbaren personalen Kompetenz und Ausstattung. Scharfe Kritik dagegen erntet in den Reihen der Lehrkräfte der Versuch, die Inklusion quasi zum Sparmodell zu machen, indem dadurch Geld für Förderlehrkräfte eingespart wird. „Maßstab zur Beurteilung des Gesetzes muss doch wohl sein, inwiefern es Verbesserungen bei der Arbeit mit den Schülern bringt”, so Marcus Hahn. Nach Auffassung des SPhV darf es vor allem nicht sein, dass zur Finanzierung der Inklusion auf Mittel aus der demographischen Rendite spekuliert wird, die irgendwann einmal in unbestimmter Höhe freiwerden - zumal die zur Umsetzung benötigten Förderlehrer im Saarland gar nicht vorhanden sind.
Deutlich wird das Ressourcenproblem für den Philologenverband bei dem Vorhaben, Inklusionsberater zur Beratung von Regelschullehrkräften vorzusehen, ohne allerdings die Regelschullehrkräfte dann auch in gleichem Umfang für die Beratung freizustellen. „Wen sollen die Inklusionsberater denn beraten, wenn die Regelschullehrkräfte keine Zeit dafür haben?” Ähnliches gilt für den Verband für den Bedarf im Bereich der baulichen und vor allem im Bereich der Sachausstattung, der bei entsprechenden Diskussionen fast immer übersehen wird. Ganz abgesehen von der Barrierefreiheit der Schulen, die schätzungsweise noch mindestens fünf bis zehn Jahre Investitionstätigkeit der Schulträger erfordert, gibt es für sehr viele Schulfächer noch gar kein inklusionstaugliches pädagogisches Material.
Angesichts der personellen, baulichen, sachlichen und pädagogischen Investitionen, die nötig sind, um die Arbeit mit behinderten Schülern an Regelschulen zu verbessern, verbietet sich nach Meinung des SPhV eine Inklusion nach dem Gießkannenprinzip.„Die geringen Mittel, die uns im Saarland zur Verfügung stehen, sollten unbedingt konzentriert eingesetzt werden, um qualitativ überzeugende und gut durchdachte Maßnahmen durchzuführen. Übereilt konstruierte und mangelhaft finanzierte Projekte dagegen - das hat die Bildungspolitik im Saarland oft genug unter Beweis gestellt - führen nur zu Sorgen und zu Unruhe bei Eltern und Lehrkräften und schaden damit sogar eher den damit verfolgten Zielen”, so die Bewertung des SPhV.
Als „ziemlich weltfremd” bezeichnete der Saarländische Philologenverband die Diskussion über die Inklusion an Gymnasien, die vor einigen Wochen in der Presse geführt wurde. Selbstverständlich wird am Gymnasium niemand aufgrund äußerer Merkmale benachteiligt; wer das unterstellt, diffamiert nach Meinung des SPhV in schwer erträglicher Weise die vielen Lehrkräfte, die sich an Gymnasien im ganzen Land für ihre Schüler mit Behinderungen ebenso einsetzen wie für ihre nicht-behinderten.
„Selbst gezielte Attacken dieser Art werden uns am Gymnasium aber nicht dazu verleiten, Versprechungen zu machen, die wir nicht halten können. Mit seinem besonderen Bildungsauftrag und mit dem Prinzip des zielgleichen Unterrichts, der am grundständigen Gymnasium bereits ab Klassenstufe 5 auf die Allgemeine Hochschulreife ausgerichtet ist, kann und soll das Gymnasium nicht die Schule für alle sein”, so Marcus Hahn. Insofern ist aus Sicht des SPhV der Mut des saarländischen Bildungsministers Ullrich Commerçon zu loben, der in seinem Gesetzentwurf zur Inklusion - anders als manche seiner Kollegen in anderen Bundesländern - dem Druck derjenigen widerstanden hat, die die Inklusion nur als Brechstange zur Abschaffung des Gymnasiums benutzen wollen.

Pressemitteilung vom 03. Dezember 2013

Der Saarländische Philologenverband versteht das Ergebnis von PISA 2012 als Bestätigung der Arbeit von Schülern, Lehrkräften und Eltern auch an saarländischen Gymnasien.
„Die Ergebnisse zeigen, dass wir auf einem guten Wege sind, auch wenn bis zur Spitze noch ein gutes Stück Strecke vor uns liegt“, so Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands. Insbesondere der unverändert hohe Anteil an erstklassigen Leistungen deutscher Schüler unterstreicht die Zukunftsfähigkeit des gegliederten Schulwesens in Deutschland.
„Eine einseitige Konzentration der Bildungspolitik auf die Förderung schwacher Schüler wird uns sicher nicht weiterbringen“, so Marcus Hahn.
PISA 2012 zeige aber auch, dass Qualität im Bildungswesen sich in erster Linie an der Lernleistung der Schüler bemisst. Daher sei es Aufgabe der Bildungspolitik, eben diese Lernleistung in das Zentrum von Qualitätsverbesserungen zu stellen. Daher müsse das Leistungsprinzip auch auf die Lehrkräfte Anwendung finden. Bei dieser Gruppe muss die fachliche Leistung ebenfalls in besonderer Weise gefördert werden, damit die Lernleistung der Schüler weiter steigen kann, so die Forderung des Verbandes.
„Vor dem Hintergrund von PISA 2012 ist es völlig unverständlich, dass die Landesregierung an saarländischen Gymnasien 91 Beförderungsstellen für besonders kompetente und leistungswillige Lehrkräfte ersatzlos streicht“, so Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands.

Pressemitteilung vom 01. Dezember 2013

Als "Schildbürgerstreich" bezeichnet der Saarländische Philologenverband den Versuch, mit sogenannter Friedenserziehung ein Gegengewicht gegen die Bundeswehr an Schulen zu errichten. "Im Saarland bekämpft also in Zukunft die Landesregierung mit Steuergeldern die ebenfalls mit staatlichen Mitteln finanzierte Arbeit der Bundeswehr an Schulen".
Besonders ärgerlich daran sei, dass – wieder einmal – zusätzliche Aufgaben auf die Schulen abgewälzt werden, anstatt endlich für die notwendige Entlastung der Lehrkräfte zu sorgen und den Fachunterricht zu stärken. Das sorge zunehmend für Frustration unter den Lehrkräften. "Angesichts chronisch knapper Kassen ist ein solches kostspieliges Gegeneinander nicht in Ordnung", so Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands.