Der Saarländische Philologenverband sorgt dafür, dass Sie auf dem Laufenden bleiben.
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Pressemitteilung vom 23. November 2011

Saarländischer Philologenverband fordert die Rücknahme der Absenkung der Eingangsbesoldung für alle Junglehrer

„Die Absenkung der Eingangsbesoldung für Junglehrer hat sich als schwerer Fehler erwiesen“, kommentierte der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbandes, Klaus Lessel, die jüngsten Medienberichte aus der Landesregierung, wonach die Absenkung der Eingangsbesoldung für Lehrer/innen an beruflichen Schulen wieder aufgehoben werden soll. „Es ist daher sehr  erfreulich“, so Lessel weiter, „dass die Landesregierung ihre Fehlentscheidung eingesehen und wieder zurückgenommen hat. Allerdings ist es völlig unverständlich, warum man trotz aller frühzeitigen Warnungen der Lehrerverbände, darunter auch des Philologenverbandes, erst gewartet hat, bis der Schaden eingetreten ist, bevor man handelt. Wir hoffen, dass die Landesregierung unsere Warnungen diesmal nicht in den Wind schlägt und dem zwar halbherzigen aber richtigen Schritt nun den nächsten folgen lässt: die Rücknahme der Absenkung der Eingangsbesoldung für alle Junglehrer.“
Eine Ungleichbehandlung der Berufsanfänger, so Lessel abschließend, sei im Hinblick auf die künftige Lehrerversorgung im Saarland inakzeptabel und zerstöre  das Vertrauen der Junglehrer in die saarländische Einstellungspolitik.

Pressemitteilung vom 28. August 2011

Philologenverband zur beabsichtigten Rücknahme der Absenkung der Eingangsbesoldung für Berufsschullehrer

„Wir begrüßen die Absicht des Bildungsministers, die Absenkung der Eingangsbesoldung für Berufsschullehrer wieder zurückzunehmen“, sagte der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbandes Klaus Lessel, „zeigt sie uns doch, dass jetzt die Einsicht entgegen früherer Aussagen gereift ist, dass die Absenkung der Eingangsbesoldung wohl doch Junglehrer/innen zur Abwanderung in andere Bundesländer treibt.“ Dies treffe aber nicht nur für den Berufsschulzweig zu, so Lessel weiter, sondern auch für den gymnasialen Bereich, und deshalb müsse auf diesen ersten logischen Schritt auch der zweite folgen: die Rücknahme der Absenkung der Eingangsbesoldung auch für Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien.
„Wenn den jungen Lehrer(inne)n keine verlässliche Besoldungspolitik geboten wird und die Arbeitsbedingungen im Saarland (u.a. Eingangsbesoldung und Unterrichtsverpflichtung) denen der anderen Bundesländer nicht angeglichen werden“, so Lessel abschließend, „werden auch weiterhin besonders gut und mit hohem Kostenaufwand für das Land ausgebildete Lehrer/innen vor allem in Bedarfsfächern das Land verlassen. Die Auswirkungen zeigen sich ja schon jetzt dadurch, dass man 25 Aushilfslehrkräfte mit erstem Staatsexamen, also noch ohne pädagogische Ausbildung, an Gymnasien beschäftigen muss, um die Unterrichtsversorgung in einzelnen Fächern zu gewährleisten. Eine Besoldung je nach Kassenlage oder wie hier nach Bedarfslage fördert auf keinen Fall das Vertrauen der jungen Lehrer/innen in die Besoldungspolitik des Saarlandes.“

 

Pressemitteilung vom 15. Juni 2011

Philologenverband zur Verfassungsänderung

„Der Saarländische Philologenverband begrüßt die Beibehaltung der Festschreibung des Gymnasiums in der Verfassung, sieht jedoch erhebliche finanzielle und bildungspolitische Beeinträchtigungen für das Gymnasium durch die Einführung einer Gemeinschaftsschule als zweiter Säule“, sagte der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbandes Klaus Lessel. „Da die im Gesetzentwurf zur Unterrichtsorganisation der Gemeinschaftsschule vorgesehenen Maßnahmen kostenneutral erfolgen sollen“, so Lessel weiter, „müssen die dazu nötigen Mittel in anderen Bereichen, vermutlich auch im Bereich der Gymnasien, eingespart werden. Dies stellt eine erhebliche Benachteiligung der Gymnasien und seiner Schülerinnen und Schüler dar.“

In der jetzt beschlossenen Fassung des § 27 Abs. 3 der Verfassung des Saarlandes, so Lessel abschließend, würden die wesentlichen Merkmale des Gymnasiums - die Grundständigkeit, der Status als Angebotsschule und das Recht auf eigene Oberstufen an jeder Schule -  nicht expliziert erwähnt. Dadurch sei lediglich noch der Name der Schulform Gymnasium garantiert und es bestehe unter bestimmten Voraussetzungen die Gefahr, dass durch die vorgesehene Regelung eine einfache Parlamentsmehrheit ausreiche, um Maßnahmen zu ermöglichen, die das Gymnasium von innen aushöhlen könnten.

 

Pressemitteilung vom 17. Februar 2011

Philologenverband zur angekündigten Schaffung neuer Lehrerstellen

„Wir freuen uns selbstverständlich über jede Verbesserung der Vertretungssituation an den Schulen“, sagte der bildungspolitische Sprecher des Saarländischen Philologenverbandes Dr. Marcus Hahn, „wundern uns aber gleichzeitig über die plötzliche Einsicht und die stellenplantechnischen Möglichkeiten des Bildungsministers. Noch im April 2010 hatte der Gymnasialbereich laut Bildungsminister 190 Lehrerstellen zu viel. Jetzt wird eingestanden, dass unbedingt etwas gegen den krankheitsbedingten Unterrichtsausfall getan werden muss. Noch vor kürzester Zeit gab es laut Aussage aus der Koalition keinen finanziellen Spielraum für die Ausweisung neuer Lehrerstellen.“

Allerdings, so Dr. Hahn weiter, stelle sich überhaupt die Frage, wo denn die Lehrer/innen für diese neugeschaffenen Stellen herkommen sollen. Bereits jetzt sei es schwierig, überhaupt noch ausgebildete Lehrer/innen zu finden, die sich für eine solche „Lehrerfeuerwehr“ im Saarland zur Verfügung stellen. Wenn es sich nicht nur um eine bloße Ankündigung bzw. Absichtserklärung seitens des Bildungsministers handele, sei es höchst interessant, wie dieses Problem kurzfristig gelöst werden solle.

„Der Saarländische Philologenverband“ so Dr. Hahn abschließend, „ist aus den Erfahrungen der Vergangenheit heraus skeptisch, ob die angekündigten Vorhaben aus quantitativer und vor allem auch qualitativer Sicht realisiert werden können, ohne dass an anderer Stelle im System wieder der Rotstift angesetzt wird.“

 

Pressemitteilung vom 05. November 2010

Philologenverband zur geplanten Absenkung der Eingangsbesoldung

„Wir unterstützen die Forderungen der Referendare“, sagte der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbandes Klaus Lessel, „und fordern die Landesregierung auf, die geplante Absenkung der Eingangsbesoldung und die im Haushaltsplan 2011 vorgesehene Streichung von 20 Lehrerstellen im Bereich der Gymnasien zurückzunehmen und so die Leistungsfähigkeit und die hohe Qualität des saarländischen Bildungswesens weiterhin zu gewährleisten.“
„Die Absenkung der Eingangsbesoldung und die im Haushaltsentwurf 2011 vorgesehene Streichung von 20 Lehrerstellen im gymnasialen Bereich, so Lessel weiter, führen sehr wahrscheinlich dazu, dass viele besonders gut und mit hohem Kostenaufwand für das Land ausgebildete Anwärter für das Lehramt an Gymnasien vor allem in Bedarfsfächern das Land wegen fehlender Beamtenstellenstellen und geringerer Besoldung verlassen werden und in anderen Bundesländern mit geringerer Unterrichtsverpflichtung und höherem Eingangsgehalt als Beamte/Beamtinnen unterrichten. Zurück bleiben wohl oft nur Anwärter mit Nicht-Bedarfsfächern, die von anderen Bundesländern nicht angenommen werden.“
Diese Besoldungspolitik nach Kassenlage, so Lessel abschließend, mache eine Beseitigung des schon jetzt herrschenden Lehrermangels in Bedarfsfächern unmöglich und werde in den nächsten Jahren die bereits unterrichtenden Lehrkräfte noch stärker belasten.