Der Saarländische Philologenverband sorgt dafür, dass Sie auf dem Laufenden bleiben.
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Pressemitteilung vom 16. November 2012

Saarländischer Philologenverband fordert volle Reisekostenerstattung für Lehrkräfte auch im Saarland

"Die im Saarland immer noch gängige Praxis, dass Klassenfahrten nicht genehmigt werden, wenn die Lehrkraft nicht auf die Erstattung von Reisekosten verzichtet, muss schnellstmöglich ein Ende haben", so Klaus Lessel, Vorsitzender des Saarländischen Philologenverbandes. Nach dem kürzlich ergangenen Urteil des Bundesarbeitsgerichts im Falle einer tarifbeschäftigten Lehrkraft und dem jüngsten Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Nordrhein-Westfalen im Falle einer verbeamteten Lehrkraft, so Lessel,  sei völlig klar, dass endlich auch im Saarland gehandelt werden müsse. Beide Gerichte hätten darauf hingewiesen, dass ein solches Verhalten des Staates ein grober Verstoß gegen seine Fürsorgepflicht darstelle. Jetzt müsse der saarländische Bildungsminister für Klarheit sorgen.

"Nachdem die Kollegen in NRW schon mühsam durch mehrere Instanzen klagen mussten, wäre es ein völlig falsches Signal, wenn hier im Saarland weiter auf Zeit gespielt würde", so Lessel abschließend. „Nach Ansicht des Saarländischen Philologenverbandes ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Lehrkräfte nicht auch noch die Unkosten für ihren verantwortungsvollen Dienst auf Klassenfahrten, der wahrhaftig kein Privatvergnügen darstellt, aus eigener Tasche tragen müssen.“

Pressemitteilung vom 02. September 2010

Saarländischer Philologenverband zur Absage der SPD an die Einführung des 5. Grundschuljahres

„Der Saarländische Philologenverband zeigt sich über die Absage der SPD an die Einführung des 5. Grundschuljahres erfreut und erleichtert zugleich, dass durch das Nein der SPD dieses Experiment Schüler/innen, Lehrer(inne)n und Eltern im Saarland erspart bleibt“, erklärte der Vorsitzende des SPhV Klaus Lessel. Diese verantwortungsvolle und weitsichtige Entscheidung der SPD, so Lessel weiter, unterstütze die ursprüngliche Position des Verbandes, der bereits zu Beginn der öffentlichen Diskussion aus pädagogischen, personellen, organisatorischen und finanziellen Erwägungen die Einführung des 5. Grundschuljahres abgelehnt habe, und weise letztlich auf die bildungspolitische Kompetenz des Philologenverbandes hin. Jetzt könne man endlich zu einer sachlichen Diskussion über notwendige Bildungsreformen zurückkehren.
„Der Philologenverband“, so Lessel abschließend, „wird aber auch weiterhin äußerst wachsam auf Maßnahmen achten, die die Existenz des grundständigen Gymnasiums bedrohen können.“

Pressemitteilung vom 23. November 2011

Saarländischer Philologenverband fordert die Rücknahme der Absenkung der Eingangsbesoldung für alle Junglehrer

„Die Absenkung der Eingangsbesoldung für Junglehrer hat sich als schwerer Fehler erwiesen“, kommentierte der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbandes, Klaus Lessel, die jüngsten Medienberichte aus der Landesregierung, wonach die Absenkung der Eingangsbesoldung für Lehrer/innen an beruflichen Schulen wieder aufgehoben werden soll. „Es ist daher sehr  erfreulich“, so Lessel weiter, „dass die Landesregierung ihre Fehlentscheidung eingesehen und wieder zurückgenommen hat. Allerdings ist es völlig unverständlich, warum man trotz aller frühzeitigen Warnungen der Lehrerverbände, darunter auch des Philologenverbandes, erst gewartet hat, bis der Schaden eingetreten ist, bevor man handelt. Wir hoffen, dass die Landesregierung unsere Warnungen diesmal nicht in den Wind schlägt und dem zwar halbherzigen aber richtigen Schritt nun den nächsten folgen lässt: die Rücknahme der Absenkung der Eingangsbesoldung für alle Junglehrer.“
Eine Ungleichbehandlung der Berufsanfänger, so Lessel abschließend, sei im Hinblick auf die künftige Lehrerversorgung im Saarland inakzeptabel und zerstöre  das Vertrauen der Junglehrer in die saarländische Einstellungspolitik.

Pressemitteilung vom 28. August 2011

Philologenverband zur beabsichtigten Rücknahme der Absenkung der Eingangsbesoldung für Berufsschullehrer

„Wir begrüßen die Absicht des Bildungsministers, die Absenkung der Eingangsbesoldung für Berufsschullehrer wieder zurückzunehmen“, sagte der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbandes Klaus Lessel, „zeigt sie uns doch, dass jetzt die Einsicht entgegen früherer Aussagen gereift ist, dass die Absenkung der Eingangsbesoldung wohl doch Junglehrer/innen zur Abwanderung in andere Bundesländer treibt.“ Dies treffe aber nicht nur für den Berufsschulzweig zu, so Lessel weiter, sondern auch für den gymnasialen Bereich, und deshalb müsse auf diesen ersten logischen Schritt auch der zweite folgen: die Rücknahme der Absenkung der Eingangsbesoldung auch für Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien.
„Wenn den jungen Lehrer(inne)n keine verlässliche Besoldungspolitik geboten wird und die Arbeitsbedingungen im Saarland (u.a. Eingangsbesoldung und Unterrichtsverpflichtung) denen der anderen Bundesländer nicht angeglichen werden“, so Lessel abschließend, „werden auch weiterhin besonders gut und mit hohem Kostenaufwand für das Land ausgebildete Lehrer/innen vor allem in Bedarfsfächern das Land verlassen. Die Auswirkungen zeigen sich ja schon jetzt dadurch, dass man 25 Aushilfslehrkräfte mit erstem Staatsexamen, also noch ohne pädagogische Ausbildung, an Gymnasien beschäftigen muss, um die Unterrichtsversorgung in einzelnen Fächern zu gewährleisten. Eine Besoldung je nach Kassenlage oder wie hier nach Bedarfslage fördert auf keinen Fall das Vertrauen der jungen Lehrer/innen in die Besoldungspolitik des Saarlandes.“

 

Pressemitteilung vom 15. Juni 2011

Philologenverband zur Verfassungsänderung

„Der Saarländische Philologenverband begrüßt die Beibehaltung der Festschreibung des Gymnasiums in der Verfassung, sieht jedoch erhebliche finanzielle und bildungspolitische Beeinträchtigungen für das Gymnasium durch die Einführung einer Gemeinschaftsschule als zweiter Säule“, sagte der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbandes Klaus Lessel. „Da die im Gesetzentwurf zur Unterrichtsorganisation der Gemeinschaftsschule vorgesehenen Maßnahmen kostenneutral erfolgen sollen“, so Lessel weiter, „müssen die dazu nötigen Mittel in anderen Bereichen, vermutlich auch im Bereich der Gymnasien, eingespart werden. Dies stellt eine erhebliche Benachteiligung der Gymnasien und seiner Schülerinnen und Schüler dar.“

In der jetzt beschlossenen Fassung des § 27 Abs. 3 der Verfassung des Saarlandes, so Lessel abschließend, würden die wesentlichen Merkmale des Gymnasiums - die Grundständigkeit, der Status als Angebotsschule und das Recht auf eigene Oberstufen an jeder Schule -  nicht expliziert erwähnt. Dadurch sei lediglich noch der Name der Schulform Gymnasium garantiert und es bestehe unter bestimmten Voraussetzungen die Gefahr, dass durch die vorgesehene Regelung eine einfache Parlamentsmehrheit ausreiche, um Maßnahmen zu ermöglichen, die das Gymnasium von innen aushöhlen könnten.