Der Saarländische Philologenverband sorgt dafür, dass Sie auf dem Laufenden bleiben.
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Pressemitteilung vom 28.10.2016

"Bei aller Skepsis gegenüber punktuellen Schulleistungsstudien kann man den "Bildungstrend 2015" durchaus als schöne Bestätigung für die gute Arbeit der Lehrkräfte an Gymnasien - ebenso wie für die der Schüler und der Eltern - ansehen", resümierte Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands, die erste Einschätzung seines Verbandes zur heute vorgestellten Studie des IQB. Für den Saarländischen Philologenverband unterstreicht der IQB-Bericht erneut, dass die Gymnasien für das Saarland eine lohnende Investition darstellen. Beim Anteil der Schüler, die hohe und höchste Kompetenzstufen erreichen, liegen die Gymnasien ähnlich wie schon in den vorangegangenen Jahren weit vorne; Ausreißer nach unten sind höchst selten. "Die Gymnasien im Saarland zeigen immer wieder, dass sie ihrem Bildungsauftrag in vollem Umfang gerecht werden. Das ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass das grundständige Gymnasium für die Zukunft unseres rohstoffarmen Landes von entscheidender Bedeutung ist", so Marcus Hahn.
Kritik übte der Saarländische Philologenverband an der kurzsichtigen Beschränkung der wissenschaftlichen Schulleistungsforschung auf den Bereich der Schule selbst. Dadurch fehlen wichtige Erkenntnisse über die praktische Auswirkung der Bemühungen um Qualitätsverbesserungen im Bildungswesen. Daher fordert der Saarländische Philologenverband eine Ausweitung des Bildungsmonitorings auch auf die erste Phase nach der Schule - sei es beim Berufseinstieg oder im Studium. "Eine entsprechende Initiative in der Kultusministerkonferenz oder vielleicht sogar ein Pilotprojekt würde dem Saarland gut anstehen", so Marcus Hahn.

Pressemitteilung vom 25.10.2016

Der Saarländische Philologenverband (SPhV) kritisiert die Äußerungen der Initiative G9-jetzt gegenüber der Presse vom letzten Wochenende. “Wir verstehen die abwertenden Äußerungen als unsachliche und haltlose Kritik an der Arbeit der Kolleginnen und Kollegen an Gymnasien und am Philologenverband. Dagegen verwahren wir uns“, so Marcus Hahn, der Vorsitzende des SPhV.
Als Interessenvertretung der Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien sei es zwar nicht Aufgabe des SPhV, für die Landesschüler- oder Landeselternvertretung zu sprechen, allerdings empfinde der Philologenverband auch die Angriffe gegen diese gewählten und demokratischen Gremien als höchst unpassend. Der SPhV hat sich im letzten Jahr bei der großen bildungspolitischen Anhörung des Saarländischen Landtags, die sich über mehrere Tage erstreckte, weder für „G8“ noch für „G9“ ausgesprochen, weil nach seiner Auffassung eine inhaltliche Debatte über Qualität in der Bildung einer reinen Strukturdebatte stets vorzuziehen ist. Seit dieser Anhörung, bei der eine überwältigende Mehrheit von Fachleuten, Betroffenen und Politikern dem Gedankengang des SPhV gefolgt ist, hat sich an der Sachlage nichts geändert.
„Davon unberührt bleibt selbstverständlich das Recht auf eine allgemeinpolitische Meinungsbildung in dieser Sache. Dies gehört allerdings nicht zum Aufgabenbereich des SPhV“, resümierte Marcus Hahn die Linie des SPhV. Der Saarländische Philologenverband arbeitet stattdessen nach wie vor konstruktiv und vertrauensvoll bei der Weiterentwicklung des grundständigen gymnasialen Bildungsgangs mit den demokratisch legitimierten Gremien zusammen.

Pressemitteilung vom 02. August 2016

Studie der Universität Göttingen zeigt: Lehrkräfte an Gymnasien im Saarland leisten 10.000 bis 15.000 Stunden unbezahlte Mehrarbeit pro Woche
SPhV fordert Senkung der Pflichtstundenzahl für Lehrkräfte an Gymnasien im Saarland um zwei Stunden

Der Saarländische Philologenverband fordert umgehend eine Absenkung der wöchentlichen Pflichtstundenzahl der Lehrkräfte an Gymnasien um zwei Stunden.
Eine Studie der Universität Göttingen hat gezeigt, dass Lehrkräfte an Gymnasien mit einer Arbeitszeit von teilweise mehr als 48 Stunden pro Woche extrem belastet sind. Nach den Messungen der Wissenschaftler, die im Auftrag der GEW Niedersachsen erfolgten, bedeutet an Gymnasien jede Schulstunde einen Arbeitsaufwand von ca. 2,5 Zeitstunden für die Lehrkraft. Diese Ergebnisse decken sich mit früheren Arbeitszeituntersuchungen des Philologenverbands und gelten genauso für die Lehrkräfte an Gymnasien im Saarland.
„Insbesondere der Zeitaufwand für die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts, der an Gymnasien besonders groß ist, wird von der Politik völlig unterschätzt. Es ist nicht hinnehmbar, dass die Lehrkräfte an Gymnasien Woche für Woche 10.000 bis 15.000 Stunden unbezahlte Mehrarbeit leisten müssen“, so Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands.
Der Philologenverband warnt vor spitzfindigen Diskussionen über die Übertragbarkeit der niedersächsischen Ergebnisse. Schon seit Langem weist der Saarländische Philologenverband darauf hin, dass die Erhöhung der Arbeitszeit um zwei Stunden, die vor Jahren als „Übergangsmaßnahme“ eingeführt worden war, ungerecht und unzumutbar war. „Praktisch sieht es so aus, dass auch das Saarland seine Lehrkräfte an Gymnasien für einen erheblichen Teil ihrer Arbeit einfach nicht bezahlt. Das ist nicht in Ordnung und muss dringend geändert werden“, so Marcus Hahn weiter. Für den Fall, dass die Politik im Saarland sich nicht freiwillig zu ihrer Verantwortung für ihre Lehrkräfte an Gymnasien bekennt, erwägt der Saarländische Philologenverband ein ähnliches Vorgehen wie in Niedersachsen.

Pressemitteilung vom 29. April 2016

Saarländischer Philologenverband fordert Ausweitung des Bildungsmonitorings
Jedes Jahr aufs Neue legen die saarländischen Gymnasiasten in der Abiturprüfung einen beeindruckenden Nachweis ihres Wissens und ihres Könnens ab. Allerdings bleibt weitgehend unklar, was ein Abiturzeugnis in der Zeit nach der Schule tatsächlich wert ist. „Über die reinen Abiturnoten hinaus wissen wir praktisch nichts über die Vergleichbarkeit des Abiturs in den Bundesländern. Das ist ebenso unbefriedigend wie ungerecht“, bemängelt Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands.
Das Schulsystem der Länder wird seit den Beschlüssen der Kultusministerkonferenz zum „Bildungsmonitoring“ im Jahr 2006 in jedem Bundesland vermessen und analysiert. Praktisch alle Studien bleiben aber auf der Ebene des Abiturs einfach stehen. Es fehlen daher alle Informationen darüber, wie sich der Lernerfolg der Schüler im anschließenden Studium oder in einer Berufsausbildung niederschlägt. Nach Auffassung des Saarländischen Philologenverbands sollte dringend damit begonnen werden, den weiteren Werdegang der Schüler systematisch zu untersuchen. Ein erster Schritt dazu könnte eine Auswertung der Studienerfolge der Absolventen sein, die den schulischen Werdegang berücksichtigt. Dabei sollte auch darauf geachtet werden, die Auswirkungen von schul- und bildungspolitischen Entscheidungen zu verfolgen. Schon seit Langem werden die Schulen mit Reformideen und Modernisierungskonzepten überschüttet, die allesamt behaupten, eine Qualitätsverbesserung zu bewirken. Den Nachweis dieser Wirkung bleiben sie aber durchweg schuldig. Anstelle blumiger Versprechungen und luftiger Behauptungen sollte besser eine solide empirische Basis für die Einschätzung der tatsächlichen Auswirkungen von Reformprojekten geschaffen werden.
„Wir dürfen uns nicht länger damit abfinden, dass wir über die Vergleichbarkeit des Abiturs und über den tatsächlichen Erfolg von schul- und bildungspolitischen Reformen im Dunkeln tappen. Es stünde dem Saarland gut an, in der Kultusministerkonferenz einen Vorstoß zur Ausweitung des Bildungsmonitorings über die Schulzeit hinaus zu unternehmen. Denkbar wäre auch eine Pilotstudie an der Universität des Saarlandes“, resümierte Marcus Hahn die Position des Saarländischen Philologenverbands. 

Pressemitteilung vom 11. April 2016

Mehr als 3000 Schülerinnen und Schüler an saarländischen Gymnasien stellen sich ab nächsten Mittwoch den schriftlichen Abiturprüfungen. Die Lehrkräfte an saarländischen Gymnasien wünschen ihren Schülern viel Erfolg bei den Prüfungen!
Für die Schülerinnen und Schüler bedeuten die Abiturprüfungen die Chance, ihre im achtjährigen Bildungsgang ab Klassenstufe 5 erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten unter Beweis stellen zu können. Für die Lehrkräfte an Gymnasien bedeuten sie, Abiturarbeiten zu korrigieren, die –gepresst und aufeinandergelegt– einen Turm von ca. 17,5 Metern Höhe bilden würden.
„Jedes Jahr aufs Neue zeigt sich: Der Aufwand für das Abitur lohnt sich, denn die Schüler erreichen an saarländischen Gymnasien eine echte Hochschulreife und einen international anerkannten Schulabschluss und nicht bloß eine Hochschulzugangsberechtigung“, so Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands. Marcus Hahn hebt die gute Vorbereitung der Gymnasiasten hervor: „Bei einer Durchfallquote von weniger als 3 % und einer Durchschnittsnote von 2,4 im langjährigen Mittel können die Schülerinnen und Schüler ebenso wie ihre Lehrerinnen und Lehrer auch in diesem Jahr selbstbewusst in die Abiturprüfung gehen.“
Der Erfolg der Abiturienten im Studium und in Berufsausbildungen ist zugleich ein Appell an die Bildungspolitik, keinerlei Abstriche bei der Qualität des gymnasialen Bildungsgangs zu akzeptieren. Eltern und Schüler können sich darauf verlassen, dass der gymnasiale Bildungsgang eine gute Ausgangsbasis für den späteren beruflichen Erfolg darstellt. Das muss auch in Zukunft so bleiben.
Gerade in der heutigen Zeit, in der die Verantwortung für das eigene Lernen immer mehr in die Hände des Einzelnen gelegt wird, ist es besonders wichtig, in der Schule eine fachlich fundierte, vertiefte Allgemeinbildung zu erhalten. Mit Blick auf die gegenwärtige Diskussion über die Reform der Gymnasialen Oberstufe empfiehlt der Philologenverband, mehr Wahlmöglichkeiten, speziell in den E-Kursen, als Chance für mehr Vertiefung zu verstehen und bei den beabsichtigten Reformen auch die Empfehlungen der Universitäten nicht zu vernachlässigen.