Problemanzeige

  • Aufgrund von haushalterisch und politisch bedingten Entscheidungen droht das Lehramtsstudium zu einem Studium zweiter Klasse zu werden.
  • Zusätzliche Aufgaben und Akzentverschiebungen haben in der Lehrerbildung den Blick auf das an Gymnasien Wesentliche, die solide fachliche und pädagogische Grundlage des Unterrichtens, verstellt.
  • Die Verkürzung des Vorbereitungsdienstes um ein Viertel auf 18 Monate hat gravierende negative Folgen für die Organisation und die Ausgestaltung des Referendariats gebracht.
  • Investitionen zur Steigerung der Qualität und der Nachhaltigkeit der Lehrerbildung wurden versäumt, insbesondere im Übergang vom Referendariat in die Festeinstellung und in der Weiter- und Fortbildung der Lehrkräfte.
  • Die dritte Phase der Lehrerbildung krankt an einer Zweckentfremdung als Instrument zur Durchsetzung schulpolitischer Reformen und Projekte.

Problemanzeige

  • Immer mehr außerunterrichtliche Aufgaben werden auf die Lehrkräfte an Gymnasien abgewälzt. 

  • Die technischen Anforderungen an den Unterricht wachsen, ohne dass geeignete und professionelle Unterstützung zur Verfügung steht.
  • Funktionsstelleninhaber an Schulen werden in immer höherem Maße durch Verwaltungsaufgaben an der Wahrnehmung ihrer eigentlichen Aufgaben gehindert. 

  • Es fehlt eine Gesamtkonzeption zur Beschaffung, Verwendung und Wartung digitaler Medien. 


Wie sehen wir das Problem?

  • Die Pflichtstundenzahl ist zu hoch.
  • Die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte entsprechen nicht den heutigen Anforderungen.

Was wollen wir?

  • Senkung der Pflichtstundenzahl um zwei Stunden pro Woche.
  • Unterrichtsassistenten als Hilfskräfte für die technische und organisatorische Vor- und Nachbereitung des Unterrichts.
  • Schulgebäude, die den Erfordernissen der Arbeitssicherheit und der Arbeitsergonomie entsprechen (z.B. beim Hitzeschutz, Möblierung, EDV-Ausstattung).
  • Technische Assistenten für die Wartung und Pflege der schulischen EDV und der Fachräume.
  • Sachgerechte Handhabung von Abordnungsstunden und Zusatzaufgaben des Gymnasialbereichs.
  • Verwaltungsassistenten zur Unterstützung der Schulleitungen und der Klassenlehrer (z.B. bei der Terminkoordination oder beim Einholen von Angeboten).

Was haben wir getan?

Wir im Philologenverband haben dafür gesorgt, dass das Personal auch im Lehrerbereich bei an der „Aufgabenkritik“ im Zuge der Verhandlungen über die zukunftssichere Landesverwaltung beteiligt wird. Die Vorschläge der „Arbeitsgruppe C“ liegen auf dem Tisch: Durch eine schrittweise Reduzierung der für unterrichtsfremde Zwecke eingesetzten Mittel und durch die Verwendung der „demographischen Rendite“ für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen steht ausreichend Geld zur Verfügung, um die Pflichtstundenzahl zu senken. Es war sinnvoll, die notwendigen Schritte angesichts der gesellschaftlichen Veränderungen des Jahres 2015/16 auszusetzen. Nachdem die Rahmenbedingungen sich jetzt aber stabilisiert haben, treten wir für ein entschlossenes Modernisierungsprogramm für die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte ein.

Der SPhV ist im Hauptpersonalrat der staatl. Lehrer an Gymnasien vertreten durch:

StR Dr. Marcus Hahn, Peter-Wust-Gymnasium, Merzig
StD'in Christiane Koprek-Riemer, Otto-Hahn-Gymnasium, Saarbrücken
StD Kurt Rothe, Ludwigsgymnasium, Saarbrücken
OStR Stefan Nagel, Peter-Wust-Gymnasium, Merzig
StR'in Ariane Dawson, Saarpfalz-Gymnasium, Homburg
StR Hendrik Schultheis, Gymnasium Wendalinum, St. Wendel