Pressemitteilungen 2015

„Das ist ein klares Votum zur Fortsetzung unserer sachlichen und konstruktiven Arbeit,“ so Dr. Marcus Hahn, alter und neuer Vorsitzender des Saarländischen Philologenverbandes. Die Delegierten des Philologenverbandes hatten in ihrer gestrigen Sitzung einen neuen Vorstand gewählt. Neben dem Vorsitzenden, Marcus Hahn, gehören dem neuen Vorstand seine beiden Stellvertreter, Christiane Koprek-Riemer und Stefan Nagel, der Schatzmeister, Christian Klinck, Schriftführerin Andrea Thielen-Sträßer und sechs Beisitzer an. „Ich sehe diese Wahl als einen Auftrag an, uns weiterhin für ein starkes Gymnasium und für einen fachlich fundierten Unterricht mit gut ausgebildeten Kolleginnen und Kollegen einzusetzen, welche auch gute Arbeitsbedingungen vorfinden sollen,“ erklärte Hahn nach seiner Wahl. Er werde zusammen mit seinen Vorstandskolleginnen und -kollegen dafür arbeiten, die kommenden Herausforderungen an das Gymnasium zu bewältigen.

„Wir stehen weiterhin für eine geordnete und umfassende Integration der Menschen, die zu uns kommen und um Schutz ersuchen,“ so Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands.
Eine „Panikmache durch das Schüren bestimmter Ängste“ hingegen sei absolut kontraproduktiv und der saarländische Philologenverband distanziere sich daher,- wie auch schon der deutsche Philologenverband- im Namen aller Kolleginnen und Kollegen von den diesbezüglichen Äußerungen des Vorsitzenden des Philologenverbandes in Sachsen-Anhalt.
In seiner Mitgliederzeitung hatte dieser Verband einen Text, unterzeichnet von Verbandschef Jürgen Mannke und seiner Stellvertreterin Iris Seltmann-Kuke, veröffentlicht, in dem er Aufklärung fordert, damit sich Mädchen nicht „auf ein oberflächliches sexuelles Abenteuer mit sicher oft attraktiven muslimischen Männern einlassen“. Dabei stellt er muslimische Männer grundsätzlich als Risiko dar, weshalb sich die "verantwortungsvollen Pädagogen" des Verbandes nun fragen müssten, wie man Mädchen ab zwölf Jahren vor Sex mit ihnen warnen könne.
Hauptaufgabe der Politik, so Hahn weiter, bleibt, dafür zu sorgen, dass die neu zu uns kommenden Menschen möglichst schnell Deutsch lernen können, dass sie zweitens berufliche Qualifikationen erhalten können, die ihre Integration in die Zivilgesellschaft ermöglichen und dass man drittens überlegt, wie speziell die Kinder etwas zu einem gelungenen Miteinander der Menschen unterschiedlicher Kulturen beitragen können.

Die Sommerferien sind für Schülerinnen und Schüler eine wichtige Phase der Erholung – und sollten daher auch so genutzt werden. Darauf weist der Saarländische Philologenverband hin. Wenigstens drei Wochen echte Erholung sollten auch den Jugendlichen im Sommer zur Verfügung stehen. Frühestens zwei Wochen vor dem neuen Schuljahr ist der richtige Zeitpunkt, um langsam wieder mit der Gewöhnung an die Schule zu beginnen. Dazu können beispielsweise kurze Vokabelwiederholungen, Mathematikaufgaben oder auch kleine Schreibübungen dienen.
„Die Sommerferien sollten für Schüler und Eltern eine sorgenfreie Zeit sein, die in erster Linie von Erlebnissen mit Freunden und mit der Familie geprägt ist,“ so Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands.
Eine „sorgenvolle Zeit“ hingegen stellen die diesjährigen Schulferien für viele Junglehrerinnen und -lehrer dar. Aufgrund der in manchen Bundesländern dramatisch verschlechterten Einstellungssituation und aufgrund der sinkenden Einstellungszahlen im Saarland stehen in diesem Jahr viele Lehramtsbewerber noch ohne Stelle da. „An saarländischen Gymnasien gibt es schätzungsweise mehr als zehnmal so viele Bewerber wie verfügbare Stellen“, schildert der saarländische Philologenverband die Situation.  „Es ist eine bittere Erfahrung für die jungen Kolleginnen und Kollegen, die nach jahrelangem Studium und Vorbereitungsdienst nun mit leeren Händen dastehen“, so der Philologenverband weiter. Auch für die Schulen ist das ein Problem, stellen doch gerade die im Saarland selbst hervorragend ausgebildeten Junglehrer mit ihren frischen Ideen eine große Bereicherung für die Kollegien dar.

Der Saarländische Philologenverband ruft alle Beteiligten dazu auf, bei der Diskussion über die Arbeitsbelastung der Lehrkräfte den Weg der Vernunft zu beschreiten.
„Die ständige Wiederholung der Argumente und das ewige Abwiegeln der Politik führt uns keinen Schritt weiter“, bemängelt Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands. Nach Auffassung des Philologenverbands hat das Oberverwaltungsgericht in Niedersachsen einen schnurgeraden Weg zur Lösung des Problems aufgezeigt. Das Gericht verlangt vom dortigen Bildungsminister eine objektive empirische Untersuchung der tatsächlichen Arbeitsbelastung der Lehrkräfte, die insbesondere die außerunterrichtlichen Verpflichtungen durch Vor- und Nachbereitung von Unterricht, Korrekturtätigkeiten, Konferenzen, Elterngespräche, Klassenfahrten und anderes einbezieht.
„Angesichts der hohen Beträge, die das Land in anderen Bereichen für externe Beratung und für Gutachten ausgibt, ist es völlig unverständlich, dass eine solide Arbeitszeituntersuchung nicht auch bei uns im Saarland durchgeführt wird – es sei denn, die Verantwortlichen fürchten sich vor den absehbaren Ergebnissen“, so Marcus Hahn weiter.
Der Saarländische Philologenverband tritt seit Jahren bereits für eine Absenkung der Pflichtstundenzahl ein.

Der Saarländische Philologenverband spricht sich für ein Förderkonzept aus, bei dem die Bedürfnisse der Schüler erkennbar an erster Stelle stehen. „Eine sinnvolle Förderung an Gymnasien“, so Marcus Hahn, der Vorsitzende des Philologenverbandes, „muss an den Stärken der Schüler ansetzen – und nicht bei vermeintlichen Defiziten von Lehrern“.
Die Herausforderung des gymnasialen Bildungsgangs besteht darin, die individuellen Begabungen und Interessen der Schüler als wertvolle Potenziale zu begreifen, die es für das schulische Lernen nutzbar zu machen gilt. Genau das leisten die Lehrkräfte an den saarländischen Gymnasien jetzt bereits durch eine Vielzahl von Fördermaßnahmen wie z.B. die Teilnahme an Wettbewerben, das Angebot von Arbeitsgemeinschaften oder durch die Einbindung von Schülerlabors und anderen außerschulischer Lernorten.
Hilfreich wäre aus Sicht des Philologenverbands ein praktischer Beitrag des Bildungsministeriums zur Verstetigung und Vernetzung dieser Förderansätze innerhalb der Schulen und der individuellen Bildungsbiographien der Schüler gewesen.
„Selbstverständlich würden solche Maßnahmen zusätzliche Kosten verursachen. Aber wenn Fördern am Gymnasium ernst gemeint sein soll, müssen die dafür eingesetzten Lehrerstunden auch tatsächlich den Schülern zugute kommen. Die notwendige Entlastung der Lehrkräfte für die Erstellung von Unterrichtsmaterialien oder zur Erarbeitung von Konzepten muss zusätzlich gewährt werden“, so Marcus Hahn weiter.
Eine klare Absage erteilt der Philologenverband der sich ausbreitenden methodischen Monokultur an Schulen. Die Vielfalt von Unterrichtskonzepten zusammen mit der guten fachlichen Ausbildung der Kolleginnen und Kollegen bilden die wesentlichen Voraussetzungen für den Erfolg individueller Förderung. Zu dieser Vielfalt gehören sicherlich auch Formen selbstorganisierten Lernens, sogenanntes SOL, allerdings muss die Auswahl der geeigneten Unterrichtsmethode stets in der Verantwortung der unterrichtenden Lehrkraft bleiben. Die Hoffnung, durch flächendeckenden Einsatz von SOL alle Probleme lösen zu können, hat sich als Illusion erwiesen.
„Gerade potenzialorientierte Förderung kann nur gelingen, wenn Schulen und Lehrkräfte sich mehr zutrauen als nur die unterrichtliche „Lernbegleitung" ihrer Schüler. Schüler und ihre Eltern haben ein Recht darauf, dass die Lehrkräfte ihre aktive Rolle bei der Erziehung und der Vermittlung von Fachwissen ernst nehmen“, resümiert Marcus Hahn die Position seines Verbandes.

Als "sinnvolle Investition zur Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels in der Schule" bezeichnete Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbandes, die geplante Einführung des Ethik-Unterrichts ab Klassenstufe 5. Bei der Anhörung im Saarländischen Landtag zur Änderung des Schulordnungsgesetzes hob der Philologenverband positiv hervor, dass mit dem geplanten Gesetz die Voraussetzungen für eine hochwertige Ergänzung des konfessionellen Religionsunterrichts geschaffen werden. "Die Bedeutung der Arbeit der Lehrkräfte in den Fächern Religion und Ethik kann angesichts des gesellschaftlichen Wandels kaum überschätzt werden", so Marcus Hahn weiter. Daher ist auch die Errichtung eines eigenen Studiengangs im Fach Ethik für den Philologenverband nur eine logische Konsequenz des jetzt eingeschlagenen Weges.
Ausdrücklich warnt der Philologenverband jedoch vor einer Dramatisierung der Kosten für das neue Unterrichtsangebot: "Zweifellos wird der zusätzliche Ethik-Unterricht auch zusätzliche Mittel erfordern, genauso wie die Erarbeitung der entsprechenden Lehrpläne und auch die Errichtung von Ausbildungsstrukturen für die Ethik-Lehrkräfte. Das sind aber notwendige Investitionen, die eine Gesellschaft im Wandel eben aufbringen muss, wenn sie eine friedliche Zukunft will."

Eines kann man sicher sagen: Die angekündigte Neuregelung der Reisekosten bei Klassenfahrten ist ein Erfolg der Lehrerverbände im dbb. Nach jahrelangem „Prüfen“ und Hinhalten durch die Landesregierung haben die Lehrerverbände im dbb eine Abänderung der rechtswidrigen Praxis erwirken können. Wie diese aussieht, ist noch nicht bekannt. Man hört von einem grundsätzlichen Erstattungsanspruch der Lehrkräfte, zugleich auch von einer pauschalen Höchstgrenze und gegebenenfalls sogar von einer Nicht-Genehmigung von Fahrtanträgen. Völlig klar, dass bei einer solchen Regelung Fragen laut werden: Schulleiter werden um das Profil ihrer Schule bangen, wenn Austauschprogramme in Gefahr geraten, weil die dazu notwendigen Fahrten nicht mehr durchgeführt werden können; Eltern werden bemängeln, dass ein interessantes außerunterrichtliches Lernangebot eingeschränkt wird; vielleicht werden Schüler sich fragen, ob es gerecht ist, ihnen die Chance auf Teilnahme an Fahrten in der Klassengemeinschaft zu beschneiden. Schließlich wird der ein oder andere Praktiker sich fragen, wie wohl die Genehmigungspraxis durch die Schulaufsicht aussehen wird, wenn eventuell ab kommendem Schuljahr jede Fahrt einzeln (inklusive Kostenplan) vorab zu prüfen ist. Ob dazu wohl eigens personelle Ressourcen geschaffen werden müssen oder ob man das den Schulleitungen überlässt? Diese und ähnliche Fragen werden letztlich erst zu klären sein, wenn die Neuregelung sich in der Praxis bewähren muss. Bis dahin können wir Lehrkräfte wenigstens als positiv verbuchen, dass eine ewige Baustelle des Berufsrechts beseitigt ist – oder vielleicht auch nicht? Hat doch ein Verwaltungsgericht in Hessen gerade erst die pauschale Beschränkung der zu erstattenden Reisekosten für rechtswidrig erklärt. Fortsetzung folgt. …

Der Saarländische Philologenverband begrüßt die von der IHK des Saarlandes angestoßene Debatte über den Sinn der "Abitur für alle"-Politik.

"Wenn die IHK des Saarlandes den Akademisierungswahnsinn beklagt, spricht sie vielen Lehrkräften an Gymnasien aus dem Herzen", so Marcus Hahn, der Vorsitzende des Saarländischen Philologenverbands. Der Philologenverband fordert seit jeher differenzierte schulische Angebote, die durch ihre überzeugende Qualität die Attraktivität beruflicher Bildungswege herausarbeiten.
Allerdings ist die gegenwärtige Misere der Bachelor-Abschlüsse hausgemacht. Bei der Bologna-Reform wurde - nicht zuletzt auf Druck der Wirtschaft - mit dem Bachelor ein Abschluss eingeführt, der speziell bei der Berufsvorbereitung nur teilweise den Erwartungen entspricht. "Den zumindest in manchen Fächern eklatanten Problemen des Bachelor-Abschlusses wird man mit Studien- oder Berufsberatung an den Schulen alleine sicher nicht Herr werden", so Marcus Hahn weiter. Dies gilt insbesondere für die Gymnasiasten, die nach ihrem Abitur überdurchschnittlich hohen Studienerfolg und überdurchschnittlich geringe Studienabbrecherquoten erzielen.
Statt dessen tut eine Diskussion über notwendige Verbesserungen in manchen Bachelor-Studiengängen Not. Auch die Universitäten müssen sich nach Auffassung des Philologenverbands darüber klar werden, dass Bildung mehr bedeutet als nur Kompetenzentwicklung. Zu beklagen ist aus Sicht des Philologenverbands vor allem die in vielen Studiengängen zu hohe Zahl der Prüfungen und Klausuren, wodurch viele Lehrveranstaltungen zu reinen Prüfungsvorbereitungen verkommen.
Als besonders gravierend sieht der Philologenverband auch die zu hohe Zahl der Studienabbrecher an, die ihr Studium häufig aus fachlichen Gründen nicht bewältigen. An diesem Punkt kann sicherlich eine verbesserte Studienberatung Hilfe bringen. Vor allem aber sollte die hohe Zahl der Studienabbrecher eine Mahnung für alle diejenigen sein, die zugunsten höherer Abiturientenquoten weiteren Niveauabsenkungen im Bereich des Abiturs das Wort reden.

Junge Philologen üben Kritik an Förderkonzepten für das Gymnasium

Am vergangenen Wochenende hat der Bundeskongress der Jungen Philologen in Essen die saarländische Vertreterin Ariane Kläs zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt. Ariane Kläs unterrichtet am Homburger Saarpfalz-Gymnasium die Fächer Deutsch und Französisch. Für den Saarländischen Philologenverband betreut sie seit 2012 Lehramtsstudenten und Referendare.
Scharfe Kritik übten die Jungen Philologen bei ihrer Tagung an den in den meisten Ländern bestehenden oder geplanten Förderkonzepten für das Gymnasium. Zu allgemein, zu wenig fachlich und vor allem zu wenig auf das spezielle Potenzial der Schulform Gymnasium zugeschnitten - so lautet das Ergebnis der Bestandsaufnahme durch den Bundeskongress. Insbesondere jüngere Lehrkräfte seien zunehmend frustriert, weil der Politik der Gestaltungswille fehle und eine ernstgemeinte Auseinandersetzung mit Zielsetzungen, Möglichkeiten und Grenzen des Gymnasiums ausbleibe.
Im Saarland spricht sich der Philologenverband für ein potenzialorientiertes Förderkonzept aus, das an den Begabungen und Interessen der Schüler ansetzt und die fachliche Entwicklung von Schülern und Lehrkräften gleichermaßen im Blick hat.

Hintergrund:
Die Jungen Philologen im DPhV sind der Zusammenschluss der Arbeitsgemeinschaften der jungen Philologen in den einzelnen Bundesländern. Die Jungen Philologen im DPhV bündeln, koordinieren und unterstützen die Aktivitäten der jungen Philologen in allen Bundesländern. Die Jungen Philologen im DPhV vertreten die beruflichen, rechtlichen und sozialen Belange angehender und junger Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer.Die Jungen Philologen im DPhV tagen zweimal im Jahr – jeweils in einem anderen Bundesland. Bei ihren Bundestagungen erarbeiten die Jungen Philologen im DPhV u. a. Stellungnahmen und Positionspapiere zu aktuellen bildungs- und berufspolitischen Fragen. Die Jungen Philologen im DPhV initiieren Diskussionen zu aktuellen Themen der Bildungspolitik. http://www.dphv.de/index.php?id=wir-ueber-uns-junge-philologen

Der Saarländische Philologenverband sieht sich durch die jüngst aufgeflackerte Diskussion über das achtjährige Gymnasium in seiner Position bestätigt. "Gerade die klaren Äußerungen der Schüler, die sich gegen eine Verlängerung der Schulzeit aussprechen, sind ein deutlicher Hinweis darauf, dass Strukturdebatten die gymnasiale Bildung im Saarland nicht weiterbringen werden", so Marcus Hahn, der Vorsitzende des Philologenverbandes.
Der Philologenverband fordert stattdessen eine Konzentration der Debatte auf den Aspekt der Qualität der Bildung. "Wir erwarten vom Bildungsministerium, dass es seinen Ankündigungen Taten folgen lässt und als ersten Schritt ein Förderkonzept vorlegt, das dem besonderen Bildungsauftrag des Gymnasiums entspricht", so Marcus Hahn.
Ein solches Förderkonzept muss auf den Begabungen und Interessen der Schüler aufbauen. Die Zielsetzung muss darin bestehen, den Schülern die bestmöglichen Lernangebote und damit die optimale Vorbereitung auf ein späteres Studium zu geben.
"Völlig klar ist, dass ein besseres Förderkonzept nur einen ersten Schritt darstellen kann. Genauso wichtig muss es sein, die Lernbedingungen der Schüler - z.B. was die Ausstattung der Gymnasien angeht - und auch die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte unter die Lupe zu nehmen", resümierte Marcus Hahn den Standpunkt des SPhV. Insbesondere die viel zu hohe Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte stellt nach Auffassung des SPhV ein wesentliches Hindernis für die Qualitätsentwicklung an Gymnasien dar.

Abschaffung des Sitzenbleibens ist ein Relikt aus der pädagogischen Mottenkiste

Der Saarländische Philologenverband (SPhV) zieht eine kritische Zwischenbilanz des Schulversuchs Fördern statt Sitzenbleiben an Gymnasien. Nach einer Auswertung des SPhV können gezielte Fördermaßnahmen akute Lernprobleme zwar durchaus eindämmen.
„Die Erfahrungen der Kolleginnen und Kollegen haben aber gezeigt, dass es an Gymnasien langfristig wenig bringt, an Lernproblemen herumzudoktern. Sehr viel sinnvoller ist es, auf den Stärken der Schüler aufzubauen“, so Marcus Hahn, der Vorsitzende des SPhV. Daher spricht sich der SPhV für einen weiteren Ausbau der potenzialorientierten Förderung an Gymnasien aus.
„Eltern und Schüler erwarten von Gymnasien, dass ihre besonderen Interessen und Begabungen gefördert werden. Das zeigt sich auch an der enormen Nachfrage nach Wettbewerben und Arbeitsgemeinschaften, vor allem im Bereich der Naturwissenschaften und der künstlerischen Fächer. Hier liegt der Schlüssel zum schulischen Erfolg“, so Marcus Hahn weiter.
Forderungen wie die nach dem Abschaffen des Sitzenbleibens dagegen sieht der Philologenverband als „Relikt aus der pädagogischen Mottenkiste der 1970er Jahre“. Wer das an Gymnasien heute noch fordert, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, den Schülern aus Kostengründen Unterricht vorzuenthalten.